Kupfer-Tripeptid GHK-Cu: ein Forschungsüberblick
Wie ein gut eingetragener Winterpullover ist das Kupfer-Tripeptid GHK-Cu schon lange dabei. Es wurde erstmals 1980 beschrieben und hat eine lange Publikationsgeschichte in der Haut- und Geweberegenerationsforschung.
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Veröffentlichte Ergebnisse
Frühe Arbeiten zeigten, dass das Tripeptid leicht Komplexe mit Kupfer bildet und kultivierten Leberkrebszellen hilft, das Metall aufzunehmen (Nature, 1980) [1]. Seitdem haben Übersichtsarbeiten Wundheilungsexperimente an Nagetieren und Schweinen zusammengefasst [2], dazu Befunde im Bindegewebe von Lunge, Knochen, Leber und Magenschleimhaut [3]. Kosmetische Studien mit topischen Formulierungen berichteten über Veränderungen des Hautbilds [2]. Gut zu wissen: Die bekanntesten Übersichtsarbeiten stammen von Autoren einer kommerziellen Hautbiologie-Forschungsgruppe, und gut kontrollierte Humanstudien zu systemischem GHK-Cu fehlen in der zitierten Literatur. Auch die FDA bezeichnet die Humandaten zu injizierbarem GHK-Cu als begrenzt [4].
Wirkmechanismus auf einen Blick
GHK steht für Glycyl-L-Histidyl-L-Lysin, ein Tripeptid, das natürlich in menschlichem Plasma, Speichel und Urin vorkommt und dessen Spiegel mit dem Alter sinken [2]. An Kupfer gebunden soll es sowohl den Auf- als auch den Abbau von Kollagen und Glykosaminoglykanen beeinflussen und die Aktivität von Metalloproteinasen anpassen [2]. Genexpressionsanalysen deuten darauf hin, dass es viele biochemische Signalwege gleichzeitig anstoßen kann [3].
Hinweise zu Regulierung & WADA
Die FDA-Seite zu Rezepturrisiken führt „GHK-Cu (für injizierbare Verabreichungswege)“ unter den Substanzen, die einst in Kategorie 2 standen und deren Nominierungen zurückgezogen wurden, und verweist auf ein Immunogenitätsrisiko und spärliche Humandaten [4]. GHK-Cu erscheint nicht namentlich auf der WADA-Verbotsliste 2026; S0 gilt für pharmakologische Substanzen ohne aktuelle behördliche Zulassung zur therapeutischen Anwendung beim Menschen, und Anti-Doping-Stellen entscheiden, wie sie angewendet wird [5].
Danke fürs Lesen. Bleib warm und halte deine Labornotizen ordentlich.
Weiterführende Literatur
- Growth-modulating plasma tripeptide may function by facilitating copper uptake into cells. Nature. 1980;288(5792):715-7. PMID 7453802. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/7453802/
- GHK Peptide as a Natural Modulator of Multiple Cellular Pathways in Skin Regeneration. Biomed Res Int. 2015;2015:648108. PMID 26236730. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26236730/
- Regenerative and Protective Actions of the GHK-Cu Peptide in the Light of the New Gene Data. Int J Mol Sci. 2018;19(7). PMID 29986520. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/29986520/
- Certain Bulk Drug Substances for Use in Compounding that May Present Significant Safety Risks. U.S. Food and Drug Administration, human drug compounding web page (accessed Oct 4, 2026). https://www.fda.gov/drugs/human-drug-compounding/certain-bulk-drug-substances-use-compounding-may-present-significant-safety-risks
- World Anti-Doping Code International Standard: Prohibited List 2026 (in effect 1 January 2026). World Anti-Doping Agency, 2026 Prohibited List. https://www.wada-ama.org/sites/default/files/2025-09/2026list_en_final_clean_september_2025.pdf
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